3. Juni 2026

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Kinder psychisch erkrankter Eltern weisen in zahlreichen Studien ein erhöhtes Risiko auf selbst eine psychische Störung zu entwickeln (im Vgl. zur Gesamtbevölkerung je nach Störungsbild um das 2-10-fache erhöht). Außerdem sind vermehrte Belastungen der Kinder durch das Zusammenleben mit einem psychisch erkrankten Elternteil nachgewiesen (Wiegand-Grefe, Mattejat & Lenz, 2012). Diese bestehen besonders aus massiven Sorgen und Ängsten um das erkrankte Elternteil, Anpassung des eigenen Verhaltens bei genauer Beobachtung des Zustands des Elternteils, Erschütterung des Elternbildes, Destabilisierung des Familiensystems mit Grenz- und Generationsverwischungen (Parentifizierung), Loyalitätskonflikten und Schamgefühlen, Tabuisierung, Isolierung und Kommunikationsverbot, mangelnde soziale Unterstützung und Verlust von Alltagsstrukturen, sowie vordergründig bei Jugendlichen die Angst selbst zu erkranken. Besonders das sehr junge Alter der Kinder bei Erstmanifestation der elterlichen Erkrankung ist dabei ein wichtiger Risikofaktor, „da die elterliche Erkrankung einen maßgeblichen Einfluss auf Beziehungs- und Erziehungskompetenzen hat“ (Lenz & Wiegand-Grefe, 2017, VI). Diese Themen sollen Inhalt des Vortrages sein und Sie zum gemeinsamem Austausch anregen. 

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